039 Planerleistungen Altstadtkirchen, Zürich

Die St. Peters Kirche in Zürich ist durch mehrere Renovationen in unterschiedlichsten Bauepochen geprägt. Im Rahmen eines zweistufigen Planerwahlverfahrens wird ein fiktives Fallbeispiel zur erweiterten Nutzung der Empore der St. Peterskirche in der Zürcher Altstadt bearbeitet. Durch die vorgeschlagenen Eingriffe sollen die zentralen Gestaltungselemente im Innenraum - die Stützen und Gewölbe - gestärkt werden. Auf der Empore sollen sämtlichen Podeste und das Brusttäfer entlang der Aussenwand rückgebaut werden. Die opulenten Leuchter weichen schlichten hängenden Strahlern im Raster der Deckengewölbe. Ein neuer Boden mit eingelassenen Teppichen auf den seitlichen Emporen schafft ein neues gedämpftes Raumgefühl.

Beim Betreten der Empore wird der Blick der Besuchenden auf die textile Installation gelenkt. Die filigran befestigten Messingstangen mit Führungsschienen erstrecken sich über zwei Rundbogenseg­mente und nehmen den Horizont der Stützen auf. Behangen mit schweren beigen Stoffen, wel­che beliebig entlang der Schiene gezogen werden können, entsteht ein Raum der Stille und des Rückzugs.

Auslober: Reformierte Kirche Zürich
Leistungsumfang:
Planerwahl im selektiven Verfahren, 2021
Baumanagement: Andreas Meili, Meili Partner GmbH, Zürich
Mitarbeit: Selina Bächli